Ratgeber Versicherungen und Finanzen

ABC der Versicherungsbegriffe

Begriff Definition
Leibrenten

Leibrenten

Lebenslang gewährte Zahlungen, die weder vererbt noch verkauft werden können. Leibrenten sind nicht nur im Versicherungsbereich zu finden, sondern auch beim Immobilienverkauf (hier wird eine lebenslang zu zahlende Rente anstelle eines Kaufpreises bezahlt). Leibrenten können seit dem Jahr 2005 nachgelagert besteuert werden.

Dazu gehören:

  • Renten aus den Kassen der sozialen Rentenversicherung
  • Rentenzahlungen aus landwirtschaftlichen Alterskassen
  • aus berufsständigen Versorgungseinrichtungen bezahlte Renten (aufgrund der auf einer gesetzlichen Pflichtmitgliedschaft beruhenden Altersversorgung für freie Berufe)
  • aus Leibrentenversicherungen, die nach dem 31.12.2004 entstanden sind, sofern die Leibrenten eine monatliche Zahlung anvisieren und die Zahlung der Rente nicht vor dem 61. Lebensjahr beginnt.
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Lebensversicherung

Lebensversicherung

Wird als Risiko-, Kapital- und fondsgebundene Versicherung angeboten und kann neben der Absicherung für den Todesfall auch durch Ansparen eine Vorsorge für das Alter sein. Sie wird für unterschiedliche Versicherungsfälle (z. B. Todes- oder Erlebensfallversicherung), verschiedene Arten der Kapitalbildung sowie entsprechend einer Bestimmung der Versicherungsleistung angeboten.

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Kurs-Gewinnsverhältnis

Kurs-Gewinnsverhältnis

Das Kurs-Gewinnverhältnis stellt eine wichtige Kennzahl in der Analyse von Wertpapieren dar. Es wird auch mit den Buchstaben KGV abgekürzt. Durch diese Kennzahl wird es möglich, die Ertragsfähigkeit eines Wertpapiers zu bestimmen. Dazu teilt man den aktuellen Aktienkurs durch den (geschätzten) Gewinn einer einzelnen Aktie. Fällt das Kurs-Gewinnverhältnis hoch aus, so weist dies auf eine positive Entwicklung der untersuchten Aktie hin. Weiterhin spielt das Kurs-Gewinnsverhältnis auch bei der Bewertung von Unternehmen eine wichtige Rolle. Hier gibt es Ausschlag darüber, welche Unternehmensgewinne zukünftig zu erwarten sind und wie stark die Innovationskraft des Unternehmens ausfällt.

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Kurs

Kurs

Mit dem Begriff Kurs bezeichnet man die Entwicklung eines Wertpapiers. Man kann an ihm erkennen, ob der Preis für das Wertpapier im Beobachtungszeitraum gefallen oder gestiegen ist. Grundsätzlich ergibt sich diese Entwicklung aus dem Angebot und der Nachfrage nach dem Wertpapier. An den deutschen Börsen werden die Kurse für alle Wertpapiere ständig beobachtet und aufgezeichnet, einige von ihnen dienen dann als Basis für die Ermittlung eines Aktienindex. So setzt sich beispielsweise der Deutsche Aktien Index aus den Kursen von 30 verschiedenen, besonders ausgewählten Wertpapieren zusammen.

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Krankentagegeldversicherung

Krankentagegeldversicherung

Springt bei einer vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit aufgrund Erkrankung ein, nachdem die sechswöchige Lohnfortzahlung entfallen ist. So kann das dann von der gesetzlichen Krankenversicherung gezahlte Krankengeld, das immer deutlich unter dem letzten Gehalt liegt, aufgestockt werden. Da privat krankenversicherte Selbstständige oder Angestellte kein Krankengeld erhalten, ist eine Krankentagegeldversicherung für sie noch wichtiger.

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Krankenhauszusatzversicherung

Krankenhauszusatzversicherung

Übernimmt die Kosten für eine bessere Unterbringung und privatärztliche Behandlung.

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Krankenhaustagegeldversicherung

Krankenhaustagegeldversicherung

Im Falle eines Krankenhausaufenthalts erhält der Versicherte pro Aufenthaltstag steuerfrei einen festen Tagessatz ohne Verwendungsnachweis. Damit können Zusatzkosten abgedeckt werden.

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Kontokorrentkredit

Kontokorrentkredit

Der sogenannte Kontokorrentkredit ist das Gegenstück zum Dispositionskredit. Während Dispositionskredite ausschließlich an Privatpersonen vergeben werden, können den Kontokorrentkredit ausschließlich gewerbliche Nutzer in Anspruch nehmen. Es handelt sich dabei also um eine genehmigte Überziehungsmöglichkeit für ein Geschäftskonto. Sie ist für viele Selbstständige und Gewerbetreibende ideal für kurzfristige Investitionen wie beispielsweise den Kauf von Arbeitsmaterialien oder Waren und Halbzeugen, bei denen erst nach Abschluss des Auftrages vom Kunden die Zahlung erfolgt. Damit kann dann der Kontokorrentkredit wieder ausgeglichen werden.

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Komageld

Komageld

Fällt ein Versicherter in ein Koma und verharrt dort, wird Komageld durch den Versicherer bezahlt, sofern eine entsprechende Versicherung vorhanden ist. In Unfallversicherungen ist es regelmäßig nicht eingeschlossen, kann aber als zusätzliche Leistung gegen Aufpreis mit eingebunden werden. Auf dem Markt werden auch Tarife angeboten, die das Komageld bereits kostenfrei beinhalten.

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Klauseln

Klauseln

Klauseln werden genutzt, um bestehende oder kurz vor dem Abschluss befindliche Versicherungsverträge zu erweitern oder einzuschränken. Über Klauseln lassen sich Verträge an die Bedürfnisse des Versicherten anpassen. Wenn es um Klauseln geht, die den Risikobereich des Versicherungsschutzes erweitern, sind sie in der Regel mit einer erhöhten Prämienzahlung verbunden.

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Kfz-Haftpflichtversicherung

Kfz-Haftpflichtversicherung

Gesetzlich vorgeschriebene Pflichtversicherung für jedes Kfz, die Unfallopfern zugefügte Schäden bis zur Mindestdeckungssumme übernimmt. Geschädigte haben einen Direktanspruch gegenüber der Versicherung des Schädigers. Die Prämie setzt sich aus dem individuellen Schadensfreiheitsrabatt, der Typklasse des Fahrzeugs, der Regionalklasse sowie weiteren Merkmalen zusammen, die darüber hinaus vereinbart werden können (z. B. Garagenfahrzeug, jährliche Fahrleistung etc.).

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Kaskoversicherung

Kaskoversicherung

Darunter fallen die Versicherungen für Fahrzeuge aller Art (Land-, Luft-, Wasser-, Weltraumfahrzeuge) gegen Verlust, Beschädigung und Zerstörung.

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Kapitalwahlrecht

Kapitalwahlrecht

Bei Lebensversicherungen und Rentenversicherungen genießt der Versicherte oftmals ein sogenanntes Kapitalwahlrecht. Dieser Begriff steht für die Möglichkeit, die Auszahlungsmodalitäten für den aus dem Versicherungsvertrag hervorgehenden Kapitalbetrag selbst zu wählen. Der Versicherte kann also beispielsweise festlegen, dass ihm das Kapital in einer Summe bei Erreichen des Zuteilungszeitpunktes ausgezahlt wird. Er kann aber ebenso festlegen, dass dieses Kapital in monatlichen Beträgen - ähnlich einer Rente - an ihn ausgeschüttet wird. Letztere Möglichkeit ist für viele günstiger, da sich dadurch Steuern einsparen lassen.

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Kapitallebensversicherung

Kapitallebensversicherung

Die Kapitallebensversicherung, häufig auch kapitalbildende Lebensversicherung genannt, dient nicht nur der Versorgung durch Zahlung im Todesfall des Versicherten, sondern auch der Vermögensbildung für das Alter. Zum Laufzeitende der Kapitallebensversicherung werden die Sparbeiträge des Versicherten wieder ausbezahlt – inklusive in der Regel angefallener Zinsen und Dividenden-Ausschüttungen.

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Jahreseinheiten

Jahreseinheiten

Die Bezugsgröße, aus der die Dauer einer Kfz-Versicherung hervorgeht. Ein Jahr geht als 1,0 in die Kfz-Statistik ein.

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Jagdhaftpflichtversicherung

Jagdhaftpflichtversicherung

Risiken, die bei und durch die Jagd entstehen können, werden von der Jagdhaftpflichtversicherung abgedeckt. Darin versichert sind Besitz und Gebrauch von Schusswaffen sowie die Jagdtätigkeit und alle damit verbundenen Handlungen. Ebenso mitversichert sind die Haltung von einem oder zwei Jagdhunden und mögliche Schäden, welche durch die Hunde entstehen. Ein zusätzlicher Abschluss einer Hundehalterhaftpflicht entfällt in diesem Fall.

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Invitatio-Modell

Invitatio-Modell

Der Gesetzgeber hat zum 01.01.2008 im Rahmen der Änderungen im Versicherungsvertragsgesetz (VVG) festgelegt, das bis dahin gültige Policenmodell (Vertragsunterlagen werden erst mit der Zusendung des Versicherungsscheins übersandt) aufzulösen und hat stattdessen das Antragsmodell (sämtliche Unterlagen müssen vor Vertragsschluss vorliegen) eingeführt. Um die Einfachheit der Versicherungsverkäufe dennoch zu gewährleisten, nutzen die Versicherungsunternehmen eine im BGB vorhandene Regelung, über die Versicherte über eine Belehrung und deren Bestätigung in Kenntnis gesetzt werden müssen.
Bei dieser Vorgehensweise wird der Kundenwunsch in Form einer unverbindlichen Anfrage (kein Antrag) gewertet. Erst auf diese unverbindliche Anfrage hin versenden Versicherungsunternehmen ein Angebot (Antrag), das ausführliche Informationen wie z. B. Bedingungen und Rechte enthält, an den Versicherungsnehmer. Der Versicherungsnehmer muss dieses Angebot in der Regel schriftlich und ausdrücklich annehmen. Dass vor dem Abschluss des Vertrags (Annahme durch Versicherungsnehmer) kein Versicherungsschutz besteht, ist ein Risiko, das zu Problemen führen kann.

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Invaliditätsleistung

Invaliditätsleistung

In der privaten Unfallversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung gehört die Invaliditätsleistung zu den  Hauptleistungen der Versicherungsunternehmen und wird erbracht, wenn folgende Voraussetzungen gegeben sind:

  • dauerhafte Beeinträchtigung des Versicherten in seiner psychischen oder physischen Leistungsfähigkeit als direkte oder indirekte Folge eines Unfalls gemäß den Bedingungen aus dem Versicherungsvertrag,
  • innerhalb eines Jahres nach dem Unfall tritt eine Invalidität auf und
  • nach einem Unfall (innerhalb von 15 Monaten) stellt ein Arzt in Schriftform fest, dass eine Invalidität bedingt durch den Unfall entstanden ist und beim Versicherer geltend gemacht wird.

Die Unfallversicherung zahlt bei vollem oder teilweisem Verlust der körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit (s. Gliedertaxe).
Die Berufsunfähigkeitsversicherung leistet in der Regel erst, wenn eine Berufsunfähigkeit von mindestens 50 % festgestellt wird.

Hinweis
Durch den Umstand, dass ein Unfallversehrter durchaus auch innerhalb eines Jahres an den Unfallfolgen versterben kann, bezahlen die Versicherungsunternehmer die Invaliditätsleistung erst nach Ablauf einer Frist von 12 Monaten. Der Versicherte hat in der Regel jedoch das Recht, die vereinbarte Unfall-Todesfall-Leistung in Form einer Vorschusszahlung zu erhalten.

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Inflation

Inflation

Mit dem Begriff Inflation bezeichnet man die Entwertung beziehungsweise Wertverschlechterung des im Umlauf befindlichen Geldes über einen bestimmten Zeitraum. Das Grundprinzip ist dabei ganz einfach: Waren und Dienstleistungen werden stets teurer, die Löhne und Gehälter steigen allerdings nicht in gleichem Maße mit an. So ergibt es sich, dass der Bürger vergleichsweise weniger mit seinem Geld kaufen kann. Genau dabei handelt es sich um eine Inflation. Wird die Inflation zu stark, kann sie die gesamte Wirtschaft eines Landes in eine Schieflage bringen oder sogar ganz zerstören. Die Entstehung von schwarzen Märkten wird dadurch gefördert.

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Indexzertifikat

Indexzertifikate

Ein Indexzertifikat ist ein strukturiertes Finanzprodukt, durch dessen Erwerb der Kapitalanleger das Recht erhält, am festgelegten Fälligkeitszeitpunkt eine bestimmte Kapitalsumme zu erhalten. Die Höhe dieser Kapitalsumme wird allerdings nicht bei Aufsetzen des Zertifikates festgelegt, sondern hängt vom zugrunde liegenden Basiswert ab. Dabei kann es sich beispielsweise um einen Aktienindex handeln. Fällt dieser Index während der Laufzeit des Zertifikates, so erhält der Anleger weniger Kapital ausgezahlt, steigt der Index, bekommt er entsprechend mehr.

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