Ratgeber Versicherungen und Finanzen

ABC der Versicherungsbegriffe

Begriff Definition
Parkett

Parkett

Seit Aufkommen des Internets hat sich der elektronische Handel mit Aktien und anderen Wertpapieren immer weiter durchgesetzt. Das bedeutet: Aktien werden heute zumeist über das Internet gehandelt. Trotzdem verfügen alle großen Börsen immer noch über ein sogenanntes Parkett. Damit wird der Raum bezeichnet, in dem die Wertpapiere gehandelt werden. Geschäfte, die in diesem Raum abgeschlossen werden, wenn daher auch als Parketthandel bezeichnet.

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Penny Stocks

Penny Stocks

Der Ausgabepreis für Wertpapiere kann äußerst unterschiedlich ausfallen. Neben einigen sehr teuren Aktien gibt es auch immer wieder Wertpapiere, die zu wahren Schleuderpreisen verkauft werden. Wird ein Wertpapier angeboten, das weniger als eine Einheit der Hauptwährung des jeweiligen Landes kostet, so spricht man dabei auch von einem Penny Stock. In Deutschland wären das also Aktien, die weniger als einen Euro kosten. In den meisten Fällen werden diese Aktien jedoch nicht an den normalen Wertpapierbörsen gehandelt, sondern ausschließlich im außerbörslichen Finanzverkehr.

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Pensionsfonds

Pensionsfonds

Wenn eine Versorgungszusage für eine betriebliche Altersversorgung über einen Pensionsfonds besteht, erhält der Arbeitnehmer Versorgungsleistungen durch den Arbeitgeber. Erbracht werden müssen diese Versorgungsleistungen durch die rechtlich selbstständigen Pensionsfonds. Bei Pensionsfonds hat der Arbeitnehmer die gleichen gesetzlichen Rechte wie bei der gewöhnlichen Pensionskasse. Die Beitragshöhe für Arbeitnehmer ist auf 4 % ihres Bruttoeinkommens begrenzt.

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Pensionskasse

Pensionskasse

Bei der Pensionskasse handelt es sich um eine betriebliche, rechtlich selbstständige Versorgungseinrichtung. In der Regel führt man derartige Einrichtungen in der Rechtsform des VVaG und kann unter bestimmten Voraussetzungen sogar von der Gewerbe- und Körperschaftssteuerpflicht befreit sein. Anders als die Unterstützungskasse gewährt die Pensionskasse einen Rechtsanspruch auf Leistungen, die aus einer betrieblichen Altersversorgung stammen. Bei inländischen Pensionskassen unterhalten die Versicherungsaufsicht für Finanzdienstleistungen und/oder die Länderaufsichtsbehörde die Kontrolle darüber, ob die Kapitalanlage und Rechnungslegungsvorschriften aus dem VAG eingehalten werden.

Pensionskassen werden durch die Zuwendung (Beitragsleistungen) der Arbeitgeber und selbst erwirtschaftete Erträge finanziert. Im Rahmen der Gehalts- und Entgeltumwandlung kann die Pensionskasse während der Ansparphase sowohl sozialabgaben- als auch steuerfrei genutzt werden.

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Pfandbrief

Pfandbrief

Unter einem Pfandbrief versteht man grundsätzlich eine Schuldverschreibung, die mit einer Sicherheit in Form eines Pfandes belegt ist. Dafür gibt es in Deutschland genaue gesetzliche Regelungen, die in einem eigenen Pfandbriefgesetz verankert sind. Es gibt hierzulande sehr unterschiedliche Formen von Pfandbriefen, zum Beispiel den Hypothekenpfandbrief, den Schiffs- oder Flugzeugpfandbrief sowie den öffentlichen Pfandbrief. Der Anleger investiert hierbei also sein Kapital für ganz bestimmte Einsatzzwecke und erhält dafür eine Schuldverschreibung, die wiederum durch ein Pfand abgesichert ist.

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Pflegebedürftigkeit

Pflegebedürftigkeit

Menschen, die aufgrund Behinderung oder körperlichen und/oder geistigen Krankheit für die Dauer von mindestens 6 Monaten nicht vollkommen selbstständig für sich sorgen können, gelten als pflegebedürftig. Im 2. Kapitel des Elftes Buch Sozialgesetzbuch (§14 Abs. 2 SGB XI) werden die Ursachen, aus denen die Hilfsbedürftigkeit durch seelische, geistige und körperliche Erkrankungen oder Behinderungen noch spezifischer erläutert.

Im Sinne des ersten Absatzes gelten als Behinderungen:

  • eine Störung der Sinnesorgane und der inneren Organe
  • Lähmungen, Verluste und anderweitige Funktionsstörungen des Bewegungs- und Stützapparates
  • Beeinträchtigungen des zentralen Nervensystems wie beispielsweise Orientierungs-, Gedächtnis- oder Antriebsstörungen sowie Psychosen endogener Natur, geistige Behinderungen oder Neurosen.

Die Leistungen, die durch die Pflegeversicherung erbracht werden sollen, richten sich nicht nach Schwere und Art einer Krankheit oder Behinderung, sondern ausschließlich nach dem Umfang des Hilfebedarfs, der entsteht. Eine Einordnung der Pflegebedürftigkeit wird über die Sortierung in 4 unterschiedliche Pflegestufen (0-3) realisiert.

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Police

Police

Die meisten Verbraucher kennen den Ausdruck Police als andere Bezeichnung für einen Versicherungsschein. Dieser Schein dient als Nachweis über eine abgeschlossene Versicherung. In der Police sind alle Bedingungen, die zwischen Versicherung und Versicherungsnehmer ausgehandelt wurden, schriftlich festgelegt. So bildet die Police das für den Versicherungsnehmer wichtigste Vertragsdokument. Tritt der Versicherungsfall ein, muss in den meisten Fällen die Police als Nachweis vorgelegt werden, erst dann können Leistungen, die im Versicherungsvertrag festgelegt wurden, an den Versicherten ausgezahlt werden.

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Portfolio

Portfolio

Mit dem Begriff Portfolio bezeichnet man das Gesamtpaket der Wertpapiere eines Anlegers. Ursprünglich stammt der Begriff aus dem französischen Sprachraum und bezeichnet eine Aktentasche beziehungsweise Brieftasche. Ein Portfolio kann entweder aus vielen gleichen oder aber ganz unterschiedlichen Werten bestehen. So ist es beispielsweise möglich, dass im Portfolio eines Anlegers einzelne Aktien, Fondsanteile sowie unterschiedliche andere Wertpapiere vorhanden sind. Aber auch ein Pool von hundert gleichen Aktien bezeichnet man in der Finanzfachsprache als Portfolio.

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Prämienanpassungsklausel

Prämienanpassungsklausel

Wenn die Schadensausgaben eines Versicherungsunternehmens gestiegen sind, kann der Versicherer jährlich seine geforderte Prämie erhöhen. Hierfür gibt es ein eigenes Treuhänderverfahren. In den Versicherungsbedingungen ist die Prämienanpassung in der Regel bereits verankert. Für Verträge, die vor dem 30.07.1994 abgeschlossen wurden, hat der Versicherte bei einer Prämienerhöhung durch den Versicherer ein sogenanntes Sonderkündigungsrecht, sofern folgende Bedingungen erfüllt sind:

  • Die Prämienerhöhung beträgt mehr als 5 % der zuletzt fälligen Prämie
    und/oder
  • Die Prämie beträgt mehr als 25 % der Erstprämie

Ein Sonderkündigungsrecht durch den Versicherungsnehmer ist auch für alle anderen Verträge dann möglich, wenn die sogenannte Prämienanpassungsklausel greift (Prämienerhöhung ohne Leistungsverbesserung). In diesem Fall können Versicherungsverträge bei jeder Prämienerhöhung gekündigt werden. Die Kündigung muss allerdings innerhalb eines Monats nach Eingang der Mitteilung zur Prämienerhöhung übermittelt worden sein.

Tipp
Ein Sonderkündigungsrecht bei Prämienerhöhung fällt dann weg, wenn im Versicherungsvertrag eine Dynamik vereinbart wurde. Sie gibt an, dass im Falle einer Prämienerhöhung nicht nur die Kosten, sondern auch die Leistungen der Versicherung ansteigen.

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Private Equity

Private Equity

Mit dem Fachbegriff Privat Equity bezeichnete man Beteiligungen an Unternehmen sowie diverse andere Investments, die nicht an einer Börse gelistet sind und demnach auch nicht dort gehandelt werden. Der Handel mit solchen Wertpapieren und Beteiligungen konzentriert sich also nicht auf eine bestimmte Börse, sondern läuft völlig dezentral ab. Oftmals handelt es sich bei Unternehmen, die Kapital aus dieser Anlageform gewinnen möchten, um junge, aufstrebende Firmen - so genanntes Startups - die anderweitig kaum Chancen hätten, an eine entsprechende Finanzspritze zu gelangen. Dem Anleger muss allerdings klar sein, dass diese Investments durchweg als besonders risikoreich gelten und daher nur mit entsprechender Erfahrung und finanziellem Background in Angriff genommen werden sollten.

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Private Krankenversicherung (PKV)

Private Krankenversicherung (PKV)

In der privaten Krankenversicherung (PKV) sind Beamte, Selbstständige und Arbeitnehmer, deren Einkommen die Versicherungspflichtgrenze übersteigt, krankenversichert. Die Höhe der Versicherungspflichtgrenze wird für jedes Kalenderjahr neu vom Gesetzgeber festgelegt und auf der Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit (www.bundesgesundheitsministerium.de) veröffentlicht. Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) werden die Beiträge nicht nach der Einkommenshöhe, sondern nach dem Leistungsumfang und dem individuellen Risiko erhoben.

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Synonyme - PKV
Prozentual-Maximalsystem

Prozentual-Maximalsystem

Beim Prozentual-Maximalsystem trägt in der privaten Krankenversicherung der Versicherer einen prozentualen Anteil der auftretenden Krankheits- und Behandlungskosten, solange ein fixierter Höchstbetrag nicht überschritten ist. Der Versicherungsnehmer muss alle anderen Kosten tragen. Alternativ können auch private Krankenversicherungen mit einer Selbstbeteiligung abgeschlossen werden.

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Put

Put

Die Bezeichnung Put steht an den internationalen Finanzmärkten stellvertretend für eine Verkaufsoption. Darunter versteht man das Recht, eine bestimmte Menge eines Basiswert zu einem im Voraus bestimmten Fälligkeitszeitpunkt zu einem ebenso im Voraus bestimmten Preis zu verkaufen. Der Verkäufer spekuliert dabei darauf, dass sich der Kurs für den der Option zugrunde liegenden Basiswert während der Laufzeit nach unten entwickelt, so dass er die festgelegte Menge des Basiswertes zu einem besseren Preis verkaufen kann, als dies zu diesem Zeitpunkt am Markt eigentlich möglich wäre. Löst der Käufer die Option schließlich ein, erhält er vom Käufer dafür die so genannte Optionsprämie.

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