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AltersvorsorgeEs ist unstrittig: Erwerbstätige kommen um eine private Altersvorsorge nicht mehr herum. Der Klassiker, die Kapitallebensversicherung, büßt schon seit Jahren an Popularität ein. Einige Versicherer spielen sogar mit dem Gedanken, den Vertrieb einzustellen. Selbst billige Versicherungen können den niedrigen Garantiezins und die schwache Kapitalmarktsituation nicht kompensieren. Gleiches gilt für klassische Rentenversicherungen. Fondsgebundene Lösungen sind eine Alternative.

„Eine Lawine der Altersarmut rollt auf Deutschland zu“, so der Präsident des Paritätischen Gesamtverbandes, Ulrich Schneider, im August 2014 auf einer Tagung in Berlin.

Die Zahlen, die hinter dieser Aussage stehen, sind in der Tat erschreckend:

  • Die Zahl der Rentner, die Grundsicherung beziehen, belief sich Ende 2013 auf 499.000 Bürgerinnen und Bürger. Das ist ein Anstieg um 7,4 % im Vergleich zum Vorjahr.
  • Mitte der 2020er Jahre wird diese Zahl die Millionengrenze überschreiten.
  • Über die Hälfte der Neurentner im Jahr 2013 bezog eine Rente unterhalb der Armutsgrenze und hatte Anspruch auf Grundsicherung.

Die zwingende Notwendigkeit privater Altersvorsorge entstammt nicht nur den Marketingabteilungen der Versicherungswirtschaft, sondern der Realität. Die meisten Verbraucher denken bei dem Gedanken an Altersvorsorge in erster Linie an Versicherungen. Die Bandbreite der Lösungen ist aber durchaus größer.

Wir wollen hier die einzelnen Varianten einmal beleuchten und beschäftigen uns mit

 

Das Dreischichtenmodell

Das Konzept zur Altersvorsorge wird seit der Einführung des Alterseinkünftegesetzes 2005 als Dreischichtenmodell bezeichnet und hat die Säulentheorie abgelöst.

  • Schicht eins bilden die gesetzliche Rentenversicherung, berufsständische Versorgungswerke, landwirtschaftliche Alterskassen und die Rürup-Rente
  • Unter Schicht zwei fallen die betriebliche Altersvorsorge und Riester
  • Schicht drei deckt die steuerlich nicht geförderte klassische private Vorsorge ab (zum Beispiel Immobilien)

Primär Selbstständigen sollte mit der Rürup-Rente eine Möglichkeit des steuerbegünstigten Kapitalaufbaus gegeben werden. Die Restriktionen in der Vertragsgestaltung schrecken jedoch eher ab. Spötter bezeichneten die Riester-Rente als das erste innerstaatliche Doppelbesteuerungsabkommen: Im Gegensatz zur betrieblichen Altersversorgung wird der Beitrag aus dem Nettoeinkommen finanziert. Die spätere Rentenleistung unterliegt dann noch einmal in voller Höhe der Einkommensteuer. Dennoch bietet die Riester-Rente durch die Zulagen und die Vielfalt der Gestaltungsmöglichkeiten eine attraktive Lösung. Als Alternative zu einer billigen Versicherung bietet sich der kostenlose Riester-Banksparplan an.

Für den Verbraucher stellt sich die Frage, welche Form der Altersvorsorge die für ihn passendste ist. Fragt man einen Banker oder Versicherungsvertreter, wird das Produkt empfohlen, welches gerade im Fokus einer Vertriebsmaßnahme steht. Die erstbeste billige Versicherung abzuschließen, nur um das Gewissen zu beruhigen, gehört zu den schlechtesten Möglichkeiten. Auf den folgenden Unterseiten befindet sich eine Übersicht über die einzelnen Vorsorgeangebote.

 

 

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