Ratgeber Versicherungen und Finanzen

ABC der Versicherungsbegriffe

Begriff Definition
Private Equity

Private Equity

Mit dem Fachbegriff Privat Equity bezeichnete man Beteiligungen an Unternehmen sowie diverse andere Investments, die nicht an einer Börse gelistet sind und demnach auch nicht dort gehandelt werden. Der Handel mit solchen Wertpapieren und Beteiligungen konzentriert sich also nicht auf eine bestimmte Börse, sondern läuft völlig dezentral ab. Oftmals handelt es sich bei Unternehmen, die Kapital aus dieser Anlageform gewinnen möchten, um junge, aufstrebende Firmen - so genanntes Startups - die anderweitig kaum Chancen hätten, an eine entsprechende Finanzspritze zu gelangen. Dem Anleger muss allerdings klar sein, dass diese Investments durchweg als besonders risikoreich gelten und daher nur mit entsprechender Erfahrung und finanziellem Background in Angriff genommen werden sollten.

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Prämienanpassungsklausel

Prämienanpassungsklausel

Wenn die Schadensausgaben eines Versicherungsunternehmens gestiegen sind, kann der Versicherer jährlich seine geforderte Prämie erhöhen. Hierfür gibt es ein eigenes Treuhänderverfahren. In den Versicherungsbedingungen ist die Prämienanpassung in der Regel bereits verankert. Für Verträge, die vor dem 30.07.1994 abgeschlossen wurden, hat der Versicherte bei einer Prämienerhöhung durch den Versicherer ein sogenanntes Sonderkündigungsrecht, sofern folgende Bedingungen erfüllt sind:

  • Die Prämienerhöhung beträgt mehr als 5 % der zuletzt fälligen Prämie
    und/oder
  • Die Prämie beträgt mehr als 25 % der Erstprämie

Ein Sonderkündigungsrecht durch den Versicherungsnehmer ist auch für alle anderen Verträge dann möglich, wenn die sogenannte Prämienanpassungsklausel greift (Prämienerhöhung ohne Leistungsverbesserung). In diesem Fall können Versicherungsverträge bei jeder Prämienerhöhung gekündigt werden. Die Kündigung muss allerdings innerhalb eines Monats nach Eingang der Mitteilung zur Prämienerhöhung übermittelt worden sein.

Tipp
Ein Sonderkündigungsrecht bei Prämienerhöhung fällt dann weg, wenn im Versicherungsvertrag eine Dynamik vereinbart wurde. Sie gibt an, dass im Falle einer Prämienerhöhung nicht nur die Kosten, sondern auch die Leistungen der Versicherung ansteigen.

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Portfolio

Portfolio

Mit dem Begriff Portfolio bezeichnet man das Gesamtpaket der Wertpapiere eines Anlegers. Ursprünglich stammt der Begriff aus dem französischen Sprachraum und bezeichnet eine Aktentasche beziehungsweise Brieftasche. Ein Portfolio kann entweder aus vielen gleichen oder aber ganz unterschiedlichen Werten bestehen. So ist es beispielsweise möglich, dass im Portfolio eines Anlegers einzelne Aktien, Fondsanteile sowie unterschiedliche andere Wertpapiere vorhanden sind. Aber auch ein Pool von hundert gleichen Aktien bezeichnet man in der Finanzfachsprache als Portfolio.

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Police

Police

Die meisten Verbraucher kennen den Ausdruck Police als andere Bezeichnung für einen Versicherungsschein. Dieser Schein dient als Nachweis über eine abgeschlossene Versicherung. In der Police sind alle Bedingungen, die zwischen Versicherung und Versicherungsnehmer ausgehandelt wurden, schriftlich festgelegt. So bildet die Police das für den Versicherungsnehmer wichtigste Vertragsdokument. Tritt der Versicherungsfall ein, muss in den meisten Fällen die Police als Nachweis vorgelegt werden, erst dann können Leistungen, die im Versicherungsvertrag festgelegt wurden, an den Versicherten ausgezahlt werden.

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Pflegebedürftigkeit

Pflegebedürftigkeit

Menschen, die aufgrund Behinderung oder körperlichen und/oder geistigen Krankheit für die Dauer von mindestens 6 Monaten nicht vollkommen selbstständig für sich sorgen können, gelten als pflegebedürftig. Im 2. Kapitel des Elftes Buch Sozialgesetzbuch (§14 Abs. 2 SGB XI) werden die Ursachen, aus denen die Hilfsbedürftigkeit durch seelische, geistige und körperliche Erkrankungen oder Behinderungen noch spezifischer erläutert.

Im Sinne des ersten Absatzes gelten als Behinderungen:

  • eine Störung der Sinnesorgane und der inneren Organe
  • Lähmungen, Verluste und anderweitige Funktionsstörungen des Bewegungs- und Stützapparates
  • Beeinträchtigungen des zentralen Nervensystems wie beispielsweise Orientierungs-, Gedächtnis- oder Antriebsstörungen sowie Psychosen endogener Natur, geistige Behinderungen oder Neurosen.

Die Leistungen, die durch die Pflegeversicherung erbracht werden sollen, richten sich nicht nach Schwere und Art einer Krankheit oder Behinderung, sondern ausschließlich nach dem Umfang des Hilfebedarfs, der entsteht. Eine Einordnung der Pflegebedürftigkeit wird über die Sortierung in 4 unterschiedliche Pflegestufen (0-3) realisiert.

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Pfandbrief

Pfandbrief

Unter einem Pfandbrief versteht man grundsätzlich eine Schuldverschreibung, die mit einer Sicherheit in Form eines Pfandes belegt ist. Dafür gibt es in Deutschland genaue gesetzliche Regelungen, die in einem eigenen Pfandbriefgesetz verankert sind. Es gibt hierzulande sehr unterschiedliche Formen von Pfandbriefen, zum Beispiel den Hypothekenpfandbrief, den Schiffs- oder Flugzeugpfandbrief sowie den öffentlichen Pfandbrief. Der Anleger investiert hierbei also sein Kapital für ganz bestimmte Einsatzzwecke und erhält dafür eine Schuldverschreibung, die wiederum durch ein Pfand abgesichert ist.

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Pensionskasse

Pensionskasse

Bei der Pensionskasse handelt es sich um eine betriebliche, rechtlich selbstständige Versorgungseinrichtung. In der Regel führt man derartige Einrichtungen in der Rechtsform des VVaG und kann unter bestimmten Voraussetzungen sogar von der Gewerbe- und Körperschaftssteuerpflicht befreit sein. Anders als die Unterstützungskasse gewährt die Pensionskasse einen Rechtsanspruch auf Leistungen, die aus einer betrieblichen Altersversorgung stammen. Bei inländischen Pensionskassen unterhalten die Versicherungsaufsicht für Finanzdienstleistungen und/oder die Länderaufsichtsbehörde die Kontrolle darüber, ob die Kapitalanlage und Rechnungslegungsvorschriften aus dem VAG eingehalten werden.

Pensionskassen werden durch die Zuwendung (Beitragsleistungen) der Arbeitgeber und selbst erwirtschaftete Erträge finanziert. Im Rahmen der Gehalts- und Entgeltumwandlung kann die Pensionskasse während der Ansparphase sowohl sozialabgaben- als auch steuerfrei genutzt werden.

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Pensionsfonds

Pensionsfonds

Wenn eine Versorgungszusage für eine betriebliche Altersversorgung über einen Pensionsfonds besteht, erhält der Arbeitnehmer Versorgungsleistungen durch den Arbeitgeber. Erbracht werden müssen diese Versorgungsleistungen durch die rechtlich selbstständigen Pensionsfonds. Bei Pensionsfonds hat der Arbeitnehmer die gleichen gesetzlichen Rechte wie bei der gewöhnlichen Pensionskasse. Die Beitragshöhe für Arbeitnehmer ist auf 4 % ihres Bruttoeinkommens begrenzt.

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Penny Stocks

Penny Stocks

Der Ausgabepreis für Wertpapiere kann äußerst unterschiedlich ausfallen. Neben einigen sehr teuren Aktien gibt es auch immer wieder Wertpapiere, die zu wahren Schleuderpreisen verkauft werden. Wird ein Wertpapier angeboten, das weniger als eine Einheit der Hauptwährung des jeweiligen Landes kostet, so spricht man dabei auch von einem Penny Stock. In Deutschland wären das also Aktien, die weniger als einen Euro kosten. In den meisten Fällen werden diese Aktien jedoch nicht an den normalen Wertpapierbörsen gehandelt, sondern ausschließlich im außerbörslichen Finanzverkehr.

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Parkett

Parkett

Seit Aufkommen des Internets hat sich der elektronische Handel mit Aktien und anderen Wertpapieren immer weiter durchgesetzt. Das bedeutet: Aktien werden heute zumeist über das Internet gehandelt. Trotzdem verfügen alle großen Börsen immer noch über ein sogenanntes Parkett. Damit wird der Raum bezeichnet, in dem die Wertpapiere gehandelt werden. Geschäfte, die in diesem Raum abgeschlossen werden, wenn daher auch als Parketthandel bezeichnet.

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Outperformer und Underperformer

Outperformer und Underperformer

Mit diesen Fachbegriffen aus der internationalen Börsensprache bezeichnet man Aktien, die sich hinsichtlich ihrer Kurse deutlich besser oder schlechter als die breite Masse - aus der sich auch der durchschnittliche Kurs ergibt - entwickeln. Unter einem Outperformer versteht man dabei ein Wertpapier, das im selben Beobachtungszeitraum eine deutlich bessere Entwicklung als die meisten anderen Werte verzeichnet. Folgerichtig versteht man unter einem Underperformer genau das Gegenteil: eine Aktie beziehungsweise ein Wertpapier, das sich schlechter als der Durchschnitt entwickelt.

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Order

Order

In der Finanzwelt bezeichnet man mit dem Begriff Order die Möglichkeit, einen Kauf- oder Verkaufsauftrag an einen Dritten zu erteilen. Sie kommt insbesondere beim Handel mit Wertpapieren zum Einsatz. Hierbei ist es so, dass der Anleger in der Regel nicht selbst Wertpapiere erwerben kann, sondern dies durch einen Dritten - z. B. einen Börsenmakler - durchführen lassen muss. Aus diesem Grund erteilt er seinem Händler eine Order, damit dieser für ihn das entsprechende Wertpapier erwirbt oder auch verkauft. Zu den individuellen Eigenschaften einer Order gehört auch, dass sie sich in den meisten Fällen limitieren lässt. So kann der Anleger beispielsweise bestimmte Preisgrenzen oder auch Zeiträume vorgeben, bei deren Über- oder Unterschreiten die Order nicht ausgeführt wird.

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Optionsfonds

Optionsfonds

Grundsätzlich versteht man unter einer Option das Recht, eine bestimmte Ware zu einem festgelegten Preis an einem ebenfalls festgelegten Zeitpunkt zu kaufen oder zu verkaufen. Anleger haben nun die Möglichkeit, nicht nur einzelne dieser Optionen zu erwerben, sondern auch in spezielle Optionsfonds zu investieren. Ein solcher Fonds vereint also eine Vielzahl von Optionen in sich. Der Anleger investiert dabei sein Kapital nicht in die Ware beziehungsweise den Basiswert an sich, sondern lediglich in eine ganze Reihe verschiedener Kauf- beziehungsweise Verkaufsoptionen. Grundlage des Erfolges beim Handel mit Optionen und Optionsfonds ist die Zuverlässigkeit der Voraussage, ob der zugrunde liegende Basiswert sich innerhalb der Laufzeit nach oben oder unten entwickeln wird.

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Option

Option

Unter einer Option versteht man ein zur Gruppe der Derivate gehörendes Finanztermingeschäft. Es wird hierbei also kein Basiswert beziehungsweise keine Ware an sich gehandelt, sondern lediglich das Recht, eine bestimmte Menge dieses Basiswertes beziehungsweise der Ware an einem festgelegten Fälligkeitstermin und zu einem im Voraus bestimmten Preis zu kaufen oder auch zu verkaufen. Dabei hat der Käufer keine gesetzliche Verpflichtung, die Option wirklich einzulösen. Er kann auch lediglich damit handeln, riskiert dabei aber, dass der Kaufpreis für die Option - auch Optionsprämie genannt - letztendlich verfällt, wenn er die Option nicht einlöst.

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Offener Fonds

Offener Fonds

Bei Aktien- beziehungsweise Investmentfonds unterscheidet man grundsätzlich zwischen offenen und geschlossenen Fonds. Hauptmerkmal eines offenen Fonds ist, dass dieser stetig neue Anleger aufnimmt, beziehungsweise bereits bestehende Anleger nach Belieben neue Fondsanteile hinzuerwerben können. Auch ein Verkauf der bereits erworbenen Fondsanteile ist bei einem offenen Fonds kein Problem. Somit verfügt ein offener Fonds nicht über ein festgelegtes Kapitalvolumen, sondern dieses schwankt stetig. Für den Anleger bedeutet das eine erhöhte Flexibilität, die er allerdings mit einem etwas höheren Risiko aufgrund der schwankenden Kapitalsummen im Fonds bezahlen muss.

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Obligation

Obligation

Unter einer Obligation versteht man ein Wertpapier, das eine bestimmte Verzinsung aufweist. Oftmals werden Obligationen auch als Schuldverschreibungen, Anleihen oder Bonds bezeichnet. Ähnlich wie bei der Ausgabe von Aktien kann auch eine Obligation entweder auf den Namen des Inhabers ausgestellt werden oder namenlos bleiben. In diesem Fall gilt sie als anonyme Obligation. Welchem Zweck hat eine Obligation? Sie verbrieft den schuldrechtlichen Anspruch zwischen dem Erwerber und dem Herausgeber. Der Herausgeber erhält durch die Zahlung des Emissionspreises vom Käufer der Obligationen quasi ein Darlehen. Nach Ablauf der festgelegten Dauer muss dieses dann zusammen mit den aufgelaufenen Zinsen an den Käufer zurückgezahlt werden.

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Obliegenheiten

Obliegenheiten

Dies sind die Verpflichtungen eines Versicherungsnehmers im Zusammenhang mit einem Versicherungsvertrag. Man unterscheidet in die Obliegenheiten vor dem Versicherungsfall (z. B. Anzeigepflicht) und im Versicherungsfall (z. B. Schadenminderungspflicht). Eine Verletzung der Obliegenheitspflichten kann zur Leistungsfreiheit oder Regressforderungen des Versicherers führen.

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Nutzungsausfall

Nutzungsausfall

Der Geschädigte hat gegenüber dem Schadenverursacher bei einem Autounfall Anspruch auf eine Nutzungsausfallentschädigung oder alternativ einen Mietwagen. Ein Nutzungsausfall wird dem unverschuldet Geschädigten gezahlt, wenn er auf ein Mietfahrzeug verzichtet.

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Nominalzins

Nominalzins

Den Nominalzins kennt man sowohl aus dem Wertpapierbereich als auch bei der Vergabe von Krediten. Man bezeichnet damit den Zinssatz, den ein Kreditnehmer für eine bestimmte, im Voraus festgelegte Laufzeit bezahlen muss. Der Nominalzins kann dabei entweder als absolute Kapitalsumme, aber auch in Form eines Prozentsatzes angegeben werden. In letzterem Fall spricht man vom Nominalzinssatz. Im Bürgerlichen Gesetzbuch in Deutschland ist explizit vorgeschrieben, dass bei Verträgen mit Endverbrauchern ein Nominalzins zwingend angegeben werden muss. Der Zinssatz bleibt dann in der Rückzahlungsphase des Kredites zwar gleich, sein Betrag ändert sich jedoch dadurch, dass sich die Restsumme ständig verringert.

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Nikkei-Index

Nikkei-Index

Analog zum Deutschen Aktien Index sowie zum Dow Jones ist der Nikkei der wichtigste Aktienindex der asiatischen Börsen. Er enthält insgesamt 225 verschiedene Aktienwerte - deutlich mehr, als die beiden anderen hier erwähnten Indizes aufweisen. Demzufolge wird er im asiatischen Raum auch als „Nikkei 225“ bezeichnet. Seinen Namen erhielt der Index übrigens von einer japanischen Zeitung, die regelmäßig die Entwicklung aller Werte an der Tokioter Börse dokumentierte und abdruckte. Auch beim Nikkei-Index entscheidet ein Expertengremium darüber, welche Unternehmen mit ihren Aktien in diesen Index aufgenommen werden. Dieses Gremium tagt einmal pro Jahr.

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