Ratgeber Versicherungen und Finanzen

ABC der Versicherungsbegriffe

Begriff Definition
Vandalismus

Vandalismus

Nach einem Einbruch spricht man dann von Vandalismus, wenn durch den Einbruch, das Einsteigen, den räuberischen Diebstahl oder das Eindringen in die Wohnung, das Haus oder den PKW ein Täter mutwillig versicherte Gegenstände beschädigt oder zerstört. Für solche Fälle bieten die Hausratversicherung, Gebäudeversicherung und Kaskoversicherung den nötigen Versicherungsschutz.

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Unterversicherung

Unterversicherung

Wenn in der Schadenversicherung die Versicherungssumme niedriger ist als der Versicherungswert, spricht man von einer Unterversicherung.

Wenn eine Entschädigung gezahlt werden muss, errechnet sie sich in diesem Fall nach folgender Formel:
(Versicherungssumme x Schaden + Vorsorge) : Versicherungswert

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Unlimitierte Order

Unlimitierte Order

Werden Wertpapiere gekauft, so kann der Anleger den Kaufauftrag dafür - die sogenannte Order - mit einer Limitierung versehen. Er kann beispielsweise festlegen, dass das Wertpapier ausschließlich zu einem Preis gekauft wird, der unter einer bestimmten Grenze liegt. Weiterhin kann einen frei wählbaren Zeitraum vorgeben, innerhalb dem das Wertpapier gekauft werden muss. Ebenso verhält es sich bei Verkaufsaufträgen. Auch diese können nach den Wünschen des Anlegers limitiert werden. Auf der anderen Seite gibt es allerdings auch unlimitierte Aufträge. Diese werden in jedem Fall ausgeführt - egal, wie hoch oder niedrig der Preis beziehungsweise wie kurz oder lang der Zeitraum diesbezüglich ausfällt.

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Unfall

Unfall

Wenn eine versicherte Person durch ein plötzliches Ereignis von außen auf den Körper eine Gesundheitsschädigung erleidet, entspricht dies gemäß den Bedingungen der privaten Unfallversicherung einem Unfall. Innere Erkrankungen sind dieser Definition entsprechend ausgeschlossen. Als Unfall werden allerdings auch andere Umstände zugelassen wie zum Beispiel Muskelrisse, Bänderrisse oder auch verrenkte Gelenke durch eine erhöhte Kraftanstrengung.

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Ultimo

Ultimo

Der Begriff Ultimo ist bereits aus der Antike bekannt und bezeichnete früher lediglich den letzten Tag eines Monats. Im Finanzwesen bezeichnet man damit allerdings den letzten Börsentag des Monats. Insbesondere bei Wertpapier- und Termingeschäften spielt der Ultimo oftmals eine große Rolle, da Kauf- und Verkaufsaufträge häufig auf diesen Termin datiert werden. Auch beim An- und Verkauf von Aktien kann eine sogenannte Ultimo-Order aufgegeben werden, hier ist allerdings der letzte Börsentag gemeint. Aufträge, die an diesem Tag eingehen und nicht mehr bearbeitet werden können, werden bei der Ultimo-Order automatisch für den nächsten Monat vorgemerkt.

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Überzeichnung

Überzeichnung

Bei der Neuemission von Aktien wird stets eine bestimmte Menge an Wertpapieren festgelegt, die anschließend in den Umlauf gebracht werden. Ist die Nachfrage nach einem solchen Wertpapier so groß, dass sie das Angebot übersteigt, so spricht man von einer Überzeichnung. In diesem Fall gibt es also mehr Interessenten, als Aktien vorhanden sind. Den Wert einer Überzeichnung gibt man durch den sogenannten Zuteilungsfaktor an. Er gibt Auskunft darüber, welcher Anteil der interessierten Anleger schlussendlich auch wirklich eine Aktie erhält. Beträgt der Zuteilungsfaktor beispielsweise 0,5, so lässt sich daraus schließen, dass nur jeder zweite Anleger am Ende eine Aktie erhalten wird.

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Überschussbeteiligung

Überschussbeteiligung

Die sogenannte Überschussbeteiligung kommt zumeist bei Versicherungsverträgen zum Einsatz. Erwirtschaftet das Versicherungsunternehmen in einem bestimmten Zeitraum einen Überschuss, so kann es diesen an seine Versicherten ganz oder teilweise weitergeben. Oftmals ist das bei Lebens- oder Rentenversicherungen der Fall. Die Versicherer werben damit, dass der Versicherte eine attraktive Überschussbeteiligung erhält. Diesem muss jedoch klar sein, dass die Überschussbeteiligung keinesfalls garantiert ist und er unter Umständen auch völlig leer ausgehen könnte. Der Abschluss einer Versicherung einzig und allein hinsichtlich der möglichen Überschussbeteiligung lohnt sich also nur in den seltensten Fällen.

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Totalverlust

Totalverlust

Viele Anleger wollen diese Tatsache nicht wahrhaben: Grundsätzlich ist jede Kapitalanlage mit entsprechenden Risiken verbunden - bei manchen fällt dieses Risiko höher, bei anderen dagegen etwas geringer aus. Einige Anlageformen gelten jedoch als besonders risikoreich, bei diesen besteht dann oft für den Anleger die Gefahr eines Totalverlustes. Darunter versteht man, wenn der gesamte Anlagebetrag verloren geht. Dem Anleger entgeht damit also nicht nur ein möglicher Gewinn, sondern er verliert auch sein komplettes, in die Anlage eingebrachtes Kapital. Experten empfehlen daher immer, die Risiken bei Kapitalanlagen möglichst breit zu streuen. Wird beispielsweise lediglich ein großes Aktienpaket eines Konzerns erworben und dieser geht in der Folge in Konkurs, so könnte damit für den Anleger sein gesamtes Kapital verloren sein.

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Totalschaden

Totalschaden

Davon ist die Rede, wenn die Reparaturkosten den Wiederbeschaffungswert abzüglich des Restwerts übersteigen.

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Tilgung

Tilgung

Mit dem Begriff Tilgung wird die Rückzahlung eines in Anspruch genommen Darlehens bezeichnet. Üblicherweise wird hierfür ein Vertrag geschlossen, in dem alle Rahmenbedingungen der Tilgung schriftlich festgelegt werden. Dies kann zum Beispiel die Höhe der einzelnen Tilgungsraten, die Gesamtrückzahlungsdauer und vieles mehr sein. Eine Tilgung ist auf verschiedenste Weise möglich. Sie kann in Form eines Einmalbetrages, der an den Darlehensgeber gezahlt wird, stattfinden, aber auch durch die Zahlung von monatlichen Ratenbeträgen oder mittels unregelmäßigen Zahlungen. Wichtig zu wissen ist, dass in die Tilgung grundsätzlich auch die Zinsen sowie die Nebenkosten des Darlehens mit integriert sind.

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Termingeschäft

Termingeschäft

Wie der Name bereits andeutet, handelt es sich bei einem Termingeschäft um ein Geschäft, bei dem die Ausführung erst an einem in der Zukunft liegenden, vertraglich festgelegten Termin abgewickelt wird. Das bedeutet: Der Vertrag zu einem Termingeschäft wird zwar bereits zum jetzigen Zeitpunkt geschlossen, das eigentliche Geschäft wird allerdings erst zu dem in diesem Vertrag festgelegten Zeitpunkt abgewickelt. Grundsätzlich gibt es verschiedene Arten von Termingeschäften in Deutschland. Einige sind mit einem sogenannten Wahlrecht belegt, bei dem der Käufer selbst wählen kann, ob er die im Vertrag vorgesehene Option zum betreffenden Zeitpunkt auch wirklich ausüben möchte.

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Term-fix-Versicherung

Term-fix-Versicherung

Dies ist eine Versicherung mit festem Auszahlzeitpunkt. Bei Versicherungen dieser Art wird die Erlebensfallleistung bei einem besonderen Anlass gewährt. Anlässe können beispielsweise Heirat oder Ausbildung eines mitversicherten Kindes sein. Bei Heirats-, Aussteuer- und Ausbildungsversicherungen gibt es die Besonderheit, dass erst im Falle des Todes (hier: Elternteil versichert) die Versicherung in voller Höhe beitragsfrei gestellt wird. Die volle Versicherungssumme wird zum vereinbarten Ablauf der Versicherungszeit erbracht. Diese Versicherungsleistung wird auch dann erbracht, wenn die Beitragszahler (Eltern) durch Tod die Beitragszahlungen eingestellt hatten.

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Technischer Versicherungsbeginn

Technischer Versicherungsbeginn

Beim technischen Versicherungsbeginn handelt es sich um den gewünschten Versicherungsbeginn (in der Regel im Antrag genannt). Mit diesem Datum beginnen die Beitragszahlung des Versicherungsnehmers.

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Tagesgeldkonto

Tagesgeldkonto

Bei den in Deutschland verfügbaren Formen von Anlagekonten unterscheidet man grundsätzlich zwischen dem Festgeld- und dem Tagesgeldkonto. Während bei einem Festgeldkonto das Kapital des Anlegers - wie der Name bereits andeutet - für einen bestimmten Zeitraum festgelegt ist, kann der Anleger mit einem Tagesgeldkonto tagtäglich über sein dort befindliches Kapital verfügen. Seine Kapitalanlage ist also wesentlich flexibler gestaltet, als das Festgeldkonto. Bezahlen muss der Anleger diese Flexibilität allerdings mit deutlich niedrigeren Zinssätzen, die sich zudem bei einem Tagesgeldkonto ständig ändern können. Trotzdem sollten alle Anleger ein Tagesgeldkonto bevorzugen, die unter Umständen auf ihr Kapital angewiesen sein könnten, beziehungsweise dieses nicht für einen längeren Zeitraum problemlos entbehren können.

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Tafelgeschäft

Tafelgeschäft

Wer mit Wertpapieren handelt, dem dürfte der Begriff Tafelgeschäft nicht fremd sein. Man bezeichnet damit eine bestimmte Form der Geschäftsabwicklung beim Kauf beziehungsweise Verkauf von Wertpapieren. In diesem Fall wird das Geschäft nicht einseitig abgewickelt, sondern Zug um Zug. Dies kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn der Käufer den Kaufpreis für die Lieferung eines Basiswertes sofort bezahlen muss, beziehungsweise die Lieferung erst nach der Bezahlung erfolgt. Bei den Tafelgeschäften wird also nicht - wie zum Beispiel bei einem Future - ein Zahlungsziel in der Zukunft festgelegt, sondern das Kapital fließt sofort.

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Stammaktie

Stammaktie

Die Stammaktie ist das genaue Gegenteil zur Vorzugsaktie. Man bezeichnet damit ein Wertpapier, das seinem Inhaber ein Stimmrecht bei der Hauptversammlung der betreffenden Aktiengesellschaft gewährt. Im Gegenzug erhält er allerdings eine etwas geringere Rendite, als es bei Vorzugsaktien der Fall ist. Jeder Stammaktie ist dabei genau ein Stimmrecht zuzuordnen. Mit seinem Stimmrecht kann der Aktionär an Abstimmungen im Rahmen der Hauptversammlung teilnehmen und somit persönlichen Einfluss auf die Unternehmenspolitik nehmen.

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Staatsanleihe

Staatsanleihe

Auch der deutsche Staat ist darauf angewiesen, im Bedarfsfall Geld von Anlegern zu erhalten. Aus diesem Grund gibt er Schuldverschreibungen durch die öffentliche Hand aus, die anschließend von Anlegern erworben werden können. Bei solchen Schuldverschreibungen spricht man auch von Staatsanleihen. Zudem haben Anleger in Deutschland auch die Möglichkeit, ausländische Staatsanleihen zu erwerben. Hierbei muss jedoch immer bedacht werden, dass ein großes Risiko eventueller Währungsschwankungen besteht, welches bereits erzielte Gewinne durchaus komplett wieder zunichtemachen kann.

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Spekulationsfrist

Spekulationsfrist

Der deutsche Staat möchte grundsätzlich verhindern, dass Bürger durch Spekulationsgeschäfte Vermögen anhäufen, auf dass er schließlich keinen Zugriff mehr hat. Aus diesem Grund gibt es die Spekulationsfrist. Diese steht für einen ganz bestimmten Zeitraum, den der Steuerpflichtige bei der Erwirtschaftung von Gewinnen aus privaten Veräußerungsgeschäften einhalten muss, damit seine Gewinne steuerfrei bleiben. Unterschreitet er die festgelegte Spekulationsfrist, muss er also seine Einnahmen komplett versteuern. Oftmals ändern sich in Deutschland die Spekulationsfristen, zuletzt beispielsweise bei der Einführung der neuen Abgeltungssteuer im Jahr 2009.

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Solidarprinzip

Solidarprinzip

Beim Solidarprinzip muss jeder Versicherungsnehmer entsprechend seiner Einkommenssituation Versicherungsbeiträge bezahlen. Beim Solidarprinzip erhält jeder Versicherungsnehmer aus dem gleichen Versicherungstopf trotzdem die gleichen Leistungen unabhängig von der Höhe seiner Einzahlungen. Im Wesentlichen entspricht dieses Prinzip dem der gesetzlichen Sozialversicherungen.

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Schweigepflichtentbindung

Schweigepflichtentbindung

Krankenhäuser und Ärzte sind aufgrund gesetzlicher und berufsethischer Vorschriften zur Verschwiegenheit in Bezug auf Behandlung und Diagnose eines Patienten verpflichtet. Versicherungskunden müssen zur Beantragung verschiedener Personenversicherungen (Lebensversicherung, Berufsunfähigleitsversicherung, Krankenversicherung) standardmäßig im Antragsformular die Schweigepflichtentbindung erklären. Dies dient den Versicherern als Prüfungsmöglichkeit, um eventuelle Krankheitsrisiken, die bereits aus der Vergangenheit herrühren, erkennen zu können.

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