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Was sind vinkulierte Namensaktien?

Vinkulierte Namensaktien sind besondere Formen von Namensaktien. Das heißt, alles für diese Aktienart Gültige trifft auch auf ihre vinkulierte Form zu. Anders als bei anderen Aktienarten ist hier die Zustimmung der jeweiligen Aktiengesellschaft zum Kauf der Aktie notwendig.

Der Sinn von vinkulierten Namensaktien

Da zum Erwerb dieser Aktien die Zustimmung der Aktiengesellschaft notwendig ist, welche die Aktien ausgibt, behält die Aktiengesellschaft die vollkommene Kontrolle darüber, wer ihre Aktien erwerben kann und wer nicht. Dies bringt für Unternehmen den Vorteil mit sich, dass auf diese Art und Weise beispielsweise die Einflussnahme unliebsamer Konkurrenten in dem Unternehmen eingedämmt beziehungsweise ganz verhindert werden kann. Für mittelständische Familienunternehmen ist diese Aktienform ebenso interessant wie für größere Konzerne, denn durch vinkulierte Namensaktien lässt sich leichter die Kontrolle über die Aktionäre behalten. Die Einflussnahme größerer Unternehmen, die in der gleichen Branche aktiv sind, kann durch die Ausgabe vinkulierter Aktien wirksam vermieden werden.

Beziehung zu anderen Aktienarten

Hier gilt dasselbe wie für die einfache Form der Aktie. Der einzige relevante Unterschied besteht für jene Unternehmen, welche die Aktien herausgeben. Der Vorteil entspricht dem im oberen Abschnitt erklärten Sinn der vinkulierten Aktie. Für Anleger bedeutet diese Aktienform allerdings auch einen entscheidenden Nachteil: Sie können im Bedarfsfall ihre vinkulierten Aktien nicht einfach veräußern, um flüssiges Kapital zu generieren, sondern müssen zunächst mit dem Aktien ausgebenden Unternehmen Rücksprache halten, weil das Unternehmen der Veräußerung zustimmen muss.

Vor- und Nachteile einer vinkulierten Namensaktie für Privatanleger/Unternehmen

Diese Aktienform entspricht in ihrer Art grundsätzlich allen anderen Aktienarten, liefert allerdings auch kleine Einschränkungen, die man wissen sollte.

Vorteile

  • Speziell für das herausgebende Unternehmen ergibt sich der Vorteil, dass Aktionäre nur dann Aktien des Unternehmens an- und verkaufen dürfen, wenn die herausgebende Aktiengesellschaft dem zustimmt. Dadurch ist es möglich, konkurrierende Investoren bzw. Unternehmen aus der eigenen Firmenpolitik herauszuhalten.

Nachteile

  • Für private Anleger und investierende Firmen kann es von Nachteil sein, wenn Aktien nicht dann gehandelt werden dürfen, wenn es ökonomisch sinnvoll wäre.
  • Die Aktiengesellschaft ist in der Lage, über vinkulierende Namensaktien dafür zu sorgen, dass alle Verkäufe der Aktien geblockt werden – selbst dann, wenn man die Aktien gewinnbringend verkaufen möchte, bleibt man aufgrund dieser Regelung auf ihnen sitzen.

 

 

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