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Thesaurierende Fonds

Thesaurierende Fonds behalten alle Dividenden und sonstige Erträge der in ihm enthaltenen Titel ein und legen sie innerhalb des Fonds wieder an. Nahezu alle Fonds werden als thesaurierende Fonds behandelt, denn alle Gewinnausschüttungen eines Fonds werden direkt wieder investiert, um noch höhere Renditen erzielen zu können. Steuerlich behandelt werden thesaurierende Fonds wie ausschüttende Fonds. Hier wird der Gewinnanteil für das Finanzamt ausgewiesen und muss versteuert werden.

Unerheblich ist dabei, ob der Gewinnanteil an den Anleger ausgezahlt wurde oder direkt wieder in den Fonds reinvestiert wurde. Eine Ausnahme hierbei bilden nur ausländische thesaurierende Fonds. Hier findet die Besteuerung der Erträge erst dann statt, wenn die Fondsanteile verkauft werden. So entsteht ein Steuerstundungseffekt, welcher vielfache Vorteile für die Anleger bieten kann. Anleger, welche zum Verkaufszeitpunkt einem geringeren Steuersatz unterliegen, können somit Steuern sparen und den vollen Zinseszinseffekt für sich nutzen.

Vor- und Nachteile thesaurierender Fonds aus Anlegersicht

Thesaurierende Fonds bilden die große Mehrheit der Investments im Fondsbereich. Aufgrund seiner Struktur nutzen Fondsmanager diese Form besonders gerne, da sie trotz relativer Risikoarmut eine angemessene Rendite versprechen.

Vorteile

  • Während der Laufzeit erzielte Renditen und anfallende Zinsen werden in den Fonds reinvestiert, wodurch die Kapitalisierung des Fonds gesteigert wird. Durch das erhöhte Anlagekapital steigen auch künftige Renditen und Zinsen weiter an.
  • Steuerstundungseffekt, wenn auf thesaurierende Fonds gesetzt wird, die im Ausland platziert sind.

Nachteile

  • Werden die Fonds nicht im Aus-, sondern im Inland gehalten, werden alle anfallenden Dividenden und Zinszahlungen an das Finanzamt ausgewiesen und Steuern darauf berechnet (siehe ausschüttende Fonds).
  • Thesaurierende Fonds sind nur dann sinnvoll, wenn sie über einen längerfristigen Zeitraum hinweg aktiv sind. Daraus ergibt sich der Umstand, dass das investierte Kapital in der Regel für einen längeren Zeitraum nicht für andere Investitionen zur Verfügung steht.

 

 

 

Ausschüttende Fonds
Passiv gemanagte Fonds

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