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Leistungsverweigerung bei Berufsunfähigkeit - Ein Vorurteil oder ein Fakt?

Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung (kurz: BU) abschließt, verspricht sich von dem Abschluss vor allem eine Absicherung für Notfälle und existenzielle Bedrohungen, die mit dem Verlust der Arbeitskraft einhergehen. Nicht umsonst wird eine BU von vielen Experten als unersetzbar angesehen, und zwar bereits vom Start in den Beruf an. Insbesondere in Berufsgruppen, die mit spezifischen Risiken verbunden sind (zum Beispiel körperlich schwere Tätigkeitsbereiche), ist eine BU oft die einzige Möglichkeit, sich gegen die Gefährdung der eigenen Existenz abzusichern. Denn wenn die körperliche Leistungsfähigkeit schwindet, ist der einstmals mit Freude und Kraft ausgeübte Beruf häufig nicht mehr möglich.

Die Erfahrung zeigt also, dass die Versicherung gegen eine mögliche Berufsunfähigkeit nicht nur empfehlenswert und solide, sondern mitunter sogar geboten ist. Dabei macht sich eine BU zwar durch die monatlichen Beiträge deutlich im eigenen Portemonnaie bemerkbar – aber spätestens, wenn der Versicherungsfall eintritt, wird der Sinn und Zweck der Versicherung deutlich.

Leistungsverweigerungen durch die Versicherungen?

Leider hat die Unwissenheit über das Versicherungswesen insgesamt und über die Voraussetzungen und Bedingungen der BU im Speziellen zu vielen Vorurteilen und harscher Kritik aus verschiedenen Richtungen geführt. Nicht selten spielte dabei auch die oft mangelhafte Beratung durch Versicherungsvermittler eine Rolle. Fehlende oder lückenhafte Aufklärung über die geltenden Bedingungen hat dann dazu geführt, dass sich einige Versicherte um ihren Versicherungsschutz geprellt fühlten. Nicht unbedeutend waren dabei zahlreiche Verletzungen der Anzeigepflicht – hier ist auch künftig die Qualität der Beratungen entscheidend und wegweisend für die Anerkennung von Leistungen.

Es ist daher indiziert, die oftmals unsachliche Kritik an der Berufsunfähigkeitsversicherung einer genauen Analyse zu unterziehen. Dies hat auch die Ratingagentur Franke und Bornberg getan und kam dabei zu einer durchweg guten Beurteilung der aktuell auf dem Markt verfügbaren BUs. (https://www.franke-bornberg.de/uploads/media/2016-03-22_FuB_PM_BU-Leistungsstudie_02.pdf)

Untersucht wurden in der Leistungsstudie die häufigsten Kritikpunkte, die von Verbrauchern häufig vorgebracht werden, wenn es um die BU geht. Wir zeigen, was dahintersteckt!

  • Systematische Leistungsverweigerung
    Das gängigste Vorurteil ist wohl der Vorwurf, dass Versicherungsunternehmen im Rahmen eines Versicherungsfalles für die BU versuchen, sich um eine Leistungspflicht herumzudrücken. Die genannte Studie zeigt jedoch deutlich, dass dies nicht einmal im Ansatz mit der Wirklichkeit korrespondiert: Durchschnittlich drei Viertel der Anträge, die bei den Versicherungsunternehmen zur BU eingehen, werden tatsächlich auch reguliert und damit anerkannt. Bei einigen Unternehmen liegt die Quote sogar bei fast 90 Prozent.
    Die Ablehnungen resultieren übrigens weniger daraus, dass sich die Versicherungsunternehmen aufgrund von Versicherungsklauseln der Leistungspflicht entziehen, sondern vielmehr daraus, dass der notwendige Grad, der für die Leistung notwendig ist, (nämlich 50 Prozent) nicht erreicht wurde.

  • Entscheidungen werden hinausgezögert
    Wenn es darum geht, den Versicherungsfall anzuerkennen, wird von Verbraucherseite ebenfalls oft mit einer angeblichen Verzögerungstaktik der Versicherungsunternehmen argumentiert. Ein Blick in die Statistik zeigt auch hier: In der Regel wird über die Anträge in angemessener Zeit entschieden. Bei Ablehnungen machten sich die Versicherungen die Entscheidungen zudem nicht leicht, sodass hier geringfügig mehr Zeit ins Land ging, bis es zu einer finalen Bescheidung kam.
    Wichtig zu wissen: Bei den Entscheidungen sind die Versicherungen in der Hauptsache auf die Zuarbeit von Gutachtern und Ärzten angewiesen, die in ihren Kapazitäten oftmals ebenfalls grenzwertig ausgelastet sind. Eine mögliche Verzögerung kann daher nicht nur zulasten der Versicherer gehen.

Berufsunfähigkeitsversicherung als aktive Vorsorge unübertroffen

Die Leistungsstudie, bei der die Daten der wichtigsten Versicherungsunternehmen miteinbezogen wurden, zeigt deutlich, dass von den gängigen Vorurteilen und Ressentiments gegenüber den BUs nicht viel zu halten ist. Im Gegenteil. Auch angesichts der Studie zeigt sich, dass es kein vergleichbares Produkt gibt, das ähnliche Sicherheit für das Alter und die eigene finanzielle Versorgung bietet. Ein Blick in die Daten der Versicherer zeigt, dass trotz zunehmender Fallzahlen für die BU die Quote der Anerkennungen konstant hoch bleibt. Damit besteht objektiv kein Grund, den Versicherungsunternehmen systematische Umgehungen der Leistungspflicht zu unterstellen.

Finanznews September 2017
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