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Kündigung der privaten Rentenversicherung – das muss beachtet werden

Versicherungsnehmer, die ihre Rentenversicherung vorzeitig kündigen möchten, müssen einige Dinge beachten. Die Unterschiede liegen darin, ob es sich um eine private Rentenversicherung oder einen Vertrag mit staatlicher Förderung handelt.

Vorzeitige Kündigung der Basisrente (Rürup-Rente)

Für die Basisrente gilt, dass diese grundsätzlich nicht gekündigt werden kann. Hintergrund ist die steuerliche Förderung in der Ansparphase. Die einzige Ausnahme besteht im 30tägigen Widerrufsrecht nach Erhalt aller relevanten Vertragsunterlagen. Wer seine Rürup-Rente nicht mehr fortführen möchte, kann nur auf die Beitragsfreistellung zurückgreifen.

Vorzeitige Kündigung der Riester-Rente

Die vorzeitige Kündigung der Riester-Rente ist durchaus möglich, jedoch in der Regel mit Verlusten verbunden. Neben dem Nachteil, dass der Rückkaufswert in den Anfangsjahren unter den gezahlten Beiträgen liegt, fallen noch weitere Abzüge an: Zum einen müssen alle staatlichen Zulagen zurückgezahlt werden, zum anderen unterliegen die erwirtschafteten Zinsen der Steuerpflicht. Berechnungen haben gezeigt, dass der Versicherungsnehmer sogar noch Geld nachzahlen müsste, wollte er seinen Vertrag vorzeitig auflösen. Sinnvoller als die Kündigung der Riester-Rente ist auf jeden Fall eine Beitragsfreistellung.

Vorzeitige Kündigung der privaten Rentenversicherung

Für die Kündigung einer privaten Rentenversicherung gilt das Gleiche wie bei einer Kündigung der Lebensversicherung: Es stellt sich die Frage der Rentabilität. Je kürzer die bisherige Vertragslaufzeit ausfiel, umso höher sind die Verluste, die mit einer vorzeitigen Kündigung einhergehen. Am höchsten schlagen die Vertriebskosten, also die Provision für den Vermittler, zu Buche.

Vor einer möglichen Kündigung der Rentenversicherung sollten die Versicherungsnehmer daher folgende Punkte bei ihrem Versicherer abfragen:

  • Summe der eingezahlten Beiträge bis zum Stichtag, dem Auszahlungstag des Rückkaufswertes
  • Höhe des Rückkaufswertes
  • Höhe der Kosten in Zusammenhang mit der vorzeitigen Vertragsauflösung
  • anfallende Steuern auf den Rückkaufswert
  • tatsächliche Höhe des Auszahlungsbetrages

Alternative zur Kündigung der Rentenversicherung

Als Alternative zur Kündigung der Rentenversicherung bietet sich zunächst die Beitragsfreistellung mit einer Verkürzung der Ansparphase an. Ein Policendarlehen ist bedingt möglich und wird vereinfacht, wenn es sich um eine Rentenversicherung mit Kapitaloption handelt. Liegt eine fondsgebundene Variante zugrunde, maximiert der Versicherer das Policendarlehen auf 60 Prozent des Rückkaufswertes.

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