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Renditen bei der Kapitallebensversicherung sinken weiter

Schon jetzt sind viele Anleger und Sparer, die sich für eine Kapitallebensversicherung entschieden haben, aufgrund der in der Vergangenheit deutlich gefallen Renditen oftmals nicht zufrieden mit diesem Produkt. In diesem Jahr (2015) sind die Garantiezinsen auf ein Rekordtief von 1,25 Prozent gefallen und auch die Überschussbeteiligung wurde in der jüngeren Vergangenheit bei immer mehr Lebensversicherern reduziert. Jetzt soll eine ab Januar 2016 geltende strengere EU-Vorschrift dafür sorgen, dass Lebensversicherer krisenfester gemacht werden. Dies allerdings wird nach Meinung vieler Experten dazu führen, dass die Rendite der Lebensversicherungen noch weiter sinken könnte.

Aufgrund der neuen EU-Aufsichts- und Kapitalvorschrift soll es zukünftig so sein, dass das von Lebensversicherern vorzuhaltende Kapitalpolster sich an den Risiken orientieren muss, welches die Lebensversicherer eingegangen sind. Dies bedeutet im Klartext, dass größere Risiken dazu führen, dass eine höhere Kapitalrücklage gebildet werden muss. So dürfen Lebensversicherer den Versicherungsnehmern nur noch dann Garantiezinsen zusagen, falls ausreichendes Kapital vorgehalten wird. Der Hintergrund ist vor allem der, dass die Lebensversicherer auch in schlechten Zeiten einmal getätigte Zusagen erfüllen können sollen.

 

Starre Obergrenze für Aktieninvestments entfallen


Ein positiver Aspekt der geplanten Vorschriften-Änderung ist, dass die bisher relativ starren Obergrenzen, die für ein Investment in Aktien galten, entfallen sollen. Dies bedeutet, dass Lebensversicherer deutlich mehr Kapital als bisher in Aktien investieren können. Auf der anderen Seite führen die Vorschriften allerdings dazu, dass beispielsweise bei Aktien im Gegenwert von 10.000 Euro nicht weniger als 4.000 Euro an eigene Mittel vom Versicherer gehalten werden müssen. Insbesondere aus diesem Grund gehen Experten und Verbraucherschützer davon aus, dass die Rendite der Kapitallebensversicherung in der Zukunft voraussichtlich nicht steigen, sondern mitunter eher fallen wird.

Zwar können die Lebensversicherer mit einem höheren Aktienanteil durchaus eine höhere Rendite als mit Staatspapieren erzielen, jedoch sind eben für Aktien auch höhere Eigenmittel vorzuhalten. Aus den genannten Gründen sollten sich Verbraucher derzeit sehr genau überlegen, ob sie sich tatsächlich für den Abschluss einer Kapitallebensversicherung entscheiden möchten.

Hinzu kommt natürlich, dass nicht nur die Garantiezinsen mit 1,25 Prozent extrem niedrig sind. Zudem liegt die Verzinsung auf den Sparanteil einer Kapitallebensversicherung in diesem Jahr nur noch bei knapp über 3,30 Prozent, wie die Rating-Agentur Assekurata mitteilt.

 

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