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Was ist eine Inhaberaktie?

Die meisten Aktien in Deutschland sind Inhaberaktien. Sie bieten für den Inhaber einen entscheidenden Vorteil: Der Besitzer ist nicht namentlich bekannt und das ist aus zwei Gesichtspunkten interessant. Erstens wird durch die nicht namentliche Erfassung der Handel der Aktie schneller ermöglicht. Klar, der Name des Inhabers muss nicht geändert werden. Außerdem könnte man, beispielsweise als Konkurrent, die Übernahme eines anderen Unternehmens heimlich in die Wege leiten. Genau das ist auch der Grund, warum die Inhaberaktie von Unternehmen nur ungern in Umlauf gebracht wird.

Der Sinn der Inhaberaktie

Im Aktienhandel kann es wichtig sein, Aktien schnell und unkompliziert übertragen zu können. Dies wird mittels Inhaberaktien ermöglicht. Für die Aktiengesellschaften entstehen unter Umständen Nachteile, da sie keinen Überblick darüber haben, wer derzeit im Besitz von wie vielen der von ihr herausgegebenen Aktien ist.

Beziehung zu anderen Aktienarten

Inhaberaktien werden ausschließlich durch die Art der Ausstellung definiert und deshalb entspricht die Bezeichnung eher einem Überbegriff zu den bereits erwähnten Stamm- und Vorzugsaktien. Inhaberaktien können sowohl Stamm-Inhaberaktien als auch Vorzugs-Inhaberaktien sein. Eine Abgrenzung erfährt die Inhaberaktie zu den Namensaktien.

Vor- und Nachteile einer Inhaberaktie für Privatanleger/Unternehmen

Wie alle anderen Aktienformen auch, bieten Inhaberaktien sowohl Vor- als auch Nachteile. Entsprechend der nachfolgenden Auflistung lassen sich diese mit einem kurzen Blick erfassen.

Vorteile

  • Der größte und zeitgleich auch der maßgebliche Vorteil einer Inhaberaktie ergibt sich aus dem Umstand, dass diese zwar an einen Aktionär gebunden wird, dieser aber nicht namentlich erfasst wird. Dadurch können Investoren diese Aktien schnell an Interessenten verkaufen, ohne dass dafür vorab das herausgebende Unternehmen befragt werden muss.
  • Inhaberaktien können sowohl Stamm- als auch Vorzugsaktien sein; dadurch können Aktionäre die Vorteile anderer Aktienarten für sich nutzen, ohne namentlich in Erscheinung treten zu müssen.

Nachteile

  • Für Investoren, ganz gleich, ob es Privatinvestoren, Kleinanleger oder Unternehmen sind, gibt es keine Nachteile, die sich aus der Form der Inhaberaktie ergeben könnten. Die Vor- und Nachteile reduzieren sich auf die Aktienart, der die Inhaberaktie entspricht. Allerdings kann die Inhaberaktie für das herausgebende Unternehmen mit dem Risiko der Übernahme verbunden sein.

 

 

Was ist eine Namensaktie
Was ist eine Vorzugsaktie?

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