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Risikolebensversicherung - günstiger finanzieller Schutz der Hinterbliebenen

Im Gegensatz zur kapitalbildenden Lebensversicherung zahlt die Risikolebensversicherung die vereinbarte Versicherungssumme ausschließlich im Falle des Todes des Versicherten aus, und zwar an die im Vertrag begünstigten Personen. Dabei kann es sich um den Ehe- bzw. Lebenspartner, aber auch um andere Familienangehörige, Freunde, Geschäftspartner oder Unternehmen handeln. Aufgrund dieser Eigenschaft wird die Risikolebensversicherung auch als Hinterbliebenenschutz bezeichnet.

Der Beitrag zur Risikolebensversicherung kann als Einmalbetrag zu Beginn der Vertragslaufzeit oder in Form von monatlichen Zahlungen geleistet werden. Die Höhe der Versicherungssumme lässt sich bei vielen Gesellschaften aus vorgegebenen Werten wählen, teilweise kann sie der Versicherte auch völlig frei bestimmen. Experten empfehlen hier den drei- bis fünffachen Betrag des Bruttojahreseinkommens als Orientierungswert.

 

Wer eine Risikolebensversicherung abschließen sollte

Grundsätzlich sollte die Versicherungssumme einer Risikolebensversicherung immer auf den jeweiligen Versicherungsnehmer bzw. dessen Lebensumstände abgestimmt werden. Sie eignet sich sehr gut für junge Familien mit einem Hauptverdiener, die über keine großen finanziellen Rücklagen verfügen, sowie für Bauherren und Immobilienkäufer mit laufender Finanzierung, die damit ihre Hinterbliebenen absichern wollen.

 

Risikolebensversicherung für unverheiratete Paare


Neben den bereits erwähnten Zielgruppen ist der Abschluss einer Risikolebensversicherung auch für unverheiratete Paare äußerst sinnvoll. Dafür sprechen insbesondere steuerliche Aspekte, denn der hinterbliebene Partner muss bei Nichtverheirateten satte 30 % Steuer auf das Erbe zahlen, sofern der Verstorbene der Versicherungsnehmer war und der Hinterbliebene der Begünstigte aus dem Vertrag ist.
Umgehen lässt sich das Ganze, indem beide Partner sowohl als Beitragszahler als auch als Begünstigte in den Versicherungsvertrag eingetragen werden. Ein solches Konstrukt bezeichnet man auch als verbundene Risikolebensversicherung.

 

So errechnet sich die Prämie einer Risikolebensversicherung

Die Höhe der Prämie für eine Risikolebensversicherung ist von mehreren Faktoren abhängig. So spielt z. B. das Eintrittsalter eine wichtige Rolle, aber auch die Vertragslaufzeit und die Versicherungssumme. Des Weiteren sorgen verschiedene persönliche und gesundheitliche Eigenschaften des Versicherten für höhere oder niedrigere Prämien, etwa der Beruf oder ob er Raucher ist.
Bis zum 21. Dezember 2012 spielte außerdem das Geschlecht des Versicherten eine ausschlaggebende Rolle hinsichtlich der Beitragshöhe. Hier waren insbesondere Männer aufgrund der geringeren Lebenserwartung die Benachteiligten. Mit der Einführung der Unisextarife ist diese Ungleichgewicht allerdings Geschichte – seitdem zahlen Männer und Frauen exakt gleich hohe Beiträge.

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