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Geld wechseln für den Urlaub – was sollte man beachten?

Ein Trend im Reisebereich besteht darin, dass immer mehr Bundesbürger ihren Urlaub im eigenen Land, also in Deutschland, verbringen. Zu den weiterhin sehr beliebten Urlaubsländern zählen zudem Spanien, Italien und Frankreich. In all diesen Staaten ist der Euro die gesetzliche Währung, sodass kein Tausch in eine Fremdwährung notwendig ist. Nach wie vor gibt es allerdings auch zahlreiche Bundesbürger, die gerne in weiter entfernte Länder außerhalb der Eurozone verreisen. In diesem Fall ist es empfehlenswert, zumindest einen kleineren Betrag der jeweiligen Fremdwährung in der Tasche zu haben. Taxi, Snacks für unterwegs, der Mietwagen und andere kleinere Ausgaben können nämlich trotz des Zeitalters von Kreditkarten oftmals nur mit Bargeld bezahlt werden. Daher stellt sich für Urlauber die Frage, wo und wie sie am günstigsten Geld für den Urlaub wechseln können.

Euro in andere Sorten wechseln: Diese Möglichkeiten existieren

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, wo Sie den Euro in die Sorten derjenigen Währung wechseln können, die in Ihrem Urlaubsland gesetzliches Zahlungsmittel ist. Zum einen können Sie die Sorten noch Zuhause eintauschen, zum anderen natürlich stets im jeweiligen Urlaubsland. In der Übersicht gibt es die folgenden Orte, an denen der Tausch von Währungen praktiziert wird.

  • Kreditinstitute
  • Wechselstuben in Flughäfen oder an großen Bahnhöfen
  • Wechselstuben an anderen Orten

Zunächst möchten wir der Frage nachgehen, ob es grundsätzlich sinnvoller ist, das Geld bereits zu Hause bei der Hausbank oder im Urlaubsland zu tauschen.

Sorten bei der Hausbank in Deutschland organisieren

In früheren Zeiten hieß es häufiger, dass man Geld bereits vor dem Urlaubsantritt bei der eigenen Bank wechseln sollte. Mittlerweile gilt dieser Leitsatz allerdings nicht mehr, was insbesondere daran liegt, dass die Bargeldbestände der Kreditinstitute in Deutschland in den letzten zehn Jahren erheblich gesunken sind. Dies betrifft nicht nur den Euro, sondern gilt in besonderem Umfang für fremde Währungen, also für Sorten. Wenn überhaupt, haben oftmals nur noch größere Filialen fremde Währungen vorrätig und dann meistens auch nur die großen und bekannten Weltwährungen, wie zum Beispiel:

  • US-Dollar
  • Britisches Pfund
  • Schweizer Franken

Wenn Sie eine dieser zuvor genannten Währungen benötigen und davon eher einen kleinen Handbestand, werden Sie mit etwas Glück eine größere Filiale finden, welche diese Sorten vorrätig hat. Für größere Gegenwerte, beispielsweise mehrere Hundert Euro, ist allerdings fast immer eine vorherige Bestellung notwendig. Sie sollten vor Urlaubsantritt also nicht zu knapp kalkulieren und spätestens zwei Wochen vor dem Urlaubsbeginn bei der Bank nachfragen, ob eine Bestellung der jeweiligen Sorten möglich ist. Nun geht es natürlich nicht nur darum, ob Ihre Hausbank dazu in der Lage ist, Ihnen das gewünschte Geld zu besorgen. Vielmehr ist vor allem entscheidend, welche Kosten anfallen.

Aufgrund der deutlich gesunkenen Bestandhaltung von Sorten ist es für die Banken unverständlicher bzw. aufwändiger, die Fremdwährung zu besorgen. Dies wiederum hat zur Folge, dass die Kosten in der Vergangenheit gestiegen sind. In aller Regel ist es daher mittlerweile für die meisten Urlauber und natürlich auch Geschäftsreisende günstiger, den Geldwechsel im Ausland vorzunehmen, statt bereits Zuhause bei der Bank den Euro gegen die benötigten Sorten einzutauschen. Daher ist empfehlenswert, dass Sie maximal einen kleineren Handbestand mitführen. Denn bei Ankunft im Urlaubsland ist es häufiger so, dass man sich beispielsweise am Flughafen etwas zu essen oder zu trinken kauft und dafür dann natürlich die eine einheimische Währung benötigt. Größere Währungssummen sollten jedoch bevorzugt im Urlaubsland eingetauscht werden.

Banken und Wechselstuben im Ausland zum Geldwechsel nutzen

Grundsätzlich ist es meistens günstiger, das Geld für den Urlaub im Ausland vor Ort zu wechseln. Unter dieser Voraussetzung stellt sich jedoch die Frage, wo genau der Wechsel am günstigsten ist: in einer Bankfiliale oder in einer der zahlreichen Wechselstuben, die nach wie vor in den weitaus meisten Ländern existieren? Eine pauschale Antwort auf diese Frage ist nicht möglich, da jedes Kreditinstitut und jede Wechselstube natürlich die Kurse tagesaktuell selbst festlegt. Daher ist vor allem die Konkurrenzsituation vor Ort mitentscheidend, wo Sie besonders günstige Kurse finden. Das kann zum Beispiel auf einem stark frequentierten Flughafen in einer Wechselstube genauso der Fall sein wie in einer kleineren Bankfiliale, die besonders günstige Wechselkurse anbietet.

Bis zu einem bestimmten Wechselbetrag stellt sich allerdings durchaus die Frage, wie sinnvoll es ist, vielleicht wegen wenigen Euro Ersparnis umfangreichere Vergleiche vorzunehmen. Deshalb ist es vor allem wichtig, dass Sie sich von objektiver Seite aus über den jeweils aktuellen offiziellen Wechselkurs informieren, den es jedoch nur für Devisen gibt. Zumindest können die Devisenkurse als Orientierungshilfe für den Sortenkurs dienen, denn insbesondere bei kleineren Wechselstuben ist nicht immer gewährleistet, dass ein fairer Umtauschkurs veranschlagt wird. Sie sollten also zumindest wissen, welcher ungefähre Kurs zum jeweiligen Tag realistisch ist.

Alternative zum Geldwechsel: Bargeld verfügen mit Kreditkarte

Vielleicht sind Sie es bereits gewohnt, nahezu alle Ausgaben im Urlaubsland mittels Ihrer Bank- oder Kreditkarte zu zahlen. Manchmal ist Bargeld jedoch auch heute noch unumgänglich, wenn Sie beispielsweise Souvenirs in kleineren Läden, Snacks im Lebensmittelgeschäft oder das Taxi vom Flughafen zu Ihrem Hotel bezahlen möchten. Eine Alternative zum Geldwechsel ist manchmal sogar kostenlos, nämlich das Abheben am Geldautomaten mittels Kreditkarte. Bei einigen Kreditkarten steht ausdrücklich ein weltweit kostenfreies Abheben von Bargeld zur Verfügung, sodass in diesem Fall zumindest für die Auszahlung mittels Kreditkarte keine zusätzlichen Gebühren veranschlagt werden. Dieser Fakt ist aber wiederum abhängig von Ihrer Kreditkarte mit den jeweiligen Konditionen, welche die ausgebende Bank festgelegt hat.

Umrechnung zum aktuellen Kurs oder später?

Eine kleine Tücke gibt es allerdings bei Bargeldverfügungen an ausländischen Geldautomaten: Oftmals werden Sie gefragt, ob die Umrechnung zum aktuellen Tageskurs erfolgen oder später seitens Ihrer Bank durchgeführt werden soll. Die direkte Umrechnung des in ausländischer Währung verfügten Geldes in Euro ist meistens allerdings nicht empfehlenswert. Nicht selten werden dann nämlich zusätzliche Gebühren im Umrechnungskurs „versteckt“, sodass Sie in Euro umgerechnet mehr zahlen, als wenn Ihre Bank später die Umrechnung zum dann aktuellen Devisenkurs durchführt. Meistens ist die sofortige Währungsumrechnung also teurer, sodass Sie in aller Regel bei der Abhebung mittels Ihrer Kreditkarte wählen sollten, dass die Umrechnung später erfolgen kann. Die Unterschiede zur Belastung des Kontos mit Fremdwährung können teilweise erheblich sein und zwischen zwei bis über zehn Prozent des verfügten Betrages ausmachen.

 

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