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Finanznews November 2017

Der November 2017 zeigte, dass der Leitindex DAX langfristig das Potential hat, oberhalb der Marke von 13.000 Punkten zu notieren. Anzumerken ist dabei jedoch, dass diese Marke im Monat November auch teilweise unterschritten wurde, kurz darauf aber wieder zurück erobert werden konnte.

Deutsche Automobilwerte sind ein verlässlicher Dividendenbringer

Gerade die Automobilwerte haben sich in den vergangenen Tagen und Wochen sehr positiv entwickelt. So konnte die VW Aktie einen großen Zuwachs verzeichnen und notiert aktuell bei rund 170 Euro. Auch die Konkurrenten Daimler und BMW konnten ihre Kurse stabilisieren. Die Daimler Aktie notiert derzeit bei rund 70 Euro und die BMW Aktie bei etwa 85 Euro. Beide Aktien profitieren von den guten Verkaufszahlen im asiatischen Raum. So sind diese in den vergangenen Monaten deutlich angestiegen und tragen dazu bei, dass die Umsätze bei beiden Unternehmen kräftig steigen. Für das Jahr 2017 dürften die Aktionäre daher in jedem Fall mit einer attraktiven Dividende rechnen.

Bei Daimler wurden in den vergangenen beiden Jahren jeweils 3,25 Euro als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet. Die BMW AG hat ihren Aktionären je Aktie eine Dividende in Höhe von 3,50 Euro für das Jahr 2016 zukommen lassen. Was die Dividendenrendite angeht, zählen beide Konzerne zu den Top Dividendenzahlern im Leitindex DAX.

ProSieben Sat.1 Media SE – CEO Wechsel begünstigt Aktienentwicklung

Die ProSieben Sat.1 Media SE Aktie war in den vergangenen Monaten mehrmals herunter geprügelt worden. Zeitweise verlor der Aktienkurs mehr als 5% an einem Tag und letztendlich notierte die Aktie im November 2017 bei rund 25 Euro. Wenige Monate zuvor lag der Kurs der Aktie noch bei über 35 Euro.

Viele Aktionäre sind mit der Geschäftsentwicklung unzufrieden und das scheinbar zu Recht. In den vergangenen Monaten gab es zweimal eine Gewinnwarnung. Vor allem das klassische TV Geschäft floppte und schreib schlechte Zahlen. Aufgefangen wird dies durch eine positive Entwicklung im Geschäft mit den digitalen Medien. Zahlreiche Portale, die zu dem Unternehmen zählen, entwickeln sich positiv und schreiben beste Zahlen. Anzumerken ist, dass der Konzern eine neue Strategie für die Zukunft braucht, um weiter profitabel arbeiten zu können und die Aktionäre bei Laune zu halten.

Unzufrieden scheinen viele auch mit den aktuellen Konzernchef Thomas Ebeling zu sein. Nach einigen Reibereien hatte dieser verkündet, das Unternehmen in den kommenden Monaten zu verlassen. Die Nachricht wurde von der Börse positiv aufgenommen und der Aktienkurs der ProSieben Sat.1 Media SE stieg auf 26,50 Euro und das binnen weniger Tage.

Zwischenzeitlich wurde darüber spekuliert, ob der Medienkonzern aus dem DAX in den MDAX absteigt. Es ist zu erwähnen, dass dies nach der Marktkapitalisierung definiert wird. Je geringer diese ist, desto eher findet sich das Unternehmen im MDAX wieder. Aktuell ist der Konzern jedoch in Sicherheit. Fakt ist, dass langfristig der Wert der Aktie wieder deutlich steigen muss, damit diese Sicherheit auch im kommenden Jahr noch gegeben sein wird.

Offen ist derzeit, wie es mit der Dividende weitergeht. Diese lag im vergangenen Jahr bei 1,90 Euro je Aktie. Es ist unklar, ob weiterhin solch eine hohe Dividende gezahlt werden kann, oder ob diese gekürzt wird. Eine entsprechende Publikation des Unternehmens könnte dazu führen, dass sich der Aktienkurs noch einmal deutlich bewegt.

Siemens AG kündigt attraktive Dividende an – Hauptversammlung im Januar 2018

Bereits am 31. Januar wird die Siemens AG ihren Aktionären die Dividende für das vergangene Jahr 2017 zahlen. Traditionell zählt der Konzern zu einem der ersten, die im neuen Jahr die Dividende an ihre Aktionäre auszahlen und die eine Hauptversammlung abhalten.

Es ist davon auszugehen, dass die Dividende leicht angehoben wird. Diese liegt aktuell bei 3,50 Euro je Aktie und dürfte auf 3,70 Euro je Aktie anstiegen. Aktuell notiert der Kurs der Aktie bei 113 Euro, so dass sich eine Dividendenrendite in Höhe von 3,25% ergeben würde. Auf lange Sicht scheint Siemens ein sicherer Hafen für alle Investoren zu sein. Der Konzern hat sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt und es ist möglich, dass der Kurs in den kommenden Monaten wieder zulegt. Viele Analysten sind der Meinung, dass die Aktie die Marke von 120 Euro durchbrechen wird.

Die sichere Alternative!? - Entwicklung der Tagesgeldzinsen im November 2017

Wer sich den Unsicherheiten und Risiken der Börse nicht aussetzen möchte, schaut gerne auf den Tagesgeldmarkt. Tagesgeldkonten locken mit einer Einlagensicherung in Höhe von 100.000 Euro je Anleger und natürlich auch mit attraktiven Zinsen. Diese sind jedoch in den vergangenen Jahren immer weiter gesunken, was auch daran liegt, dass der Leitzins durch die EZB nach wie vor auf 0% gehalten wird.

Sollte der Leitzins in den kommenden Jahren wieder steigen, so könnte dies auch dazu führen, dass die Anleger beim Tagesgeldkonto wieder mit steigenden Zinssätzen rechnen könnten.

Im November 2017 haben viele Banken bereits angekündigt, dass der Zinssatz beim Tagesgeldkonto verändert wird. Die FIMBank mit Sitz in Malta kündigte an, dass der Zinssatz zum 1. Dezember 2017 nach oben angepasst wird. Aktuell liegt er bei 0,75% Zinsen p.a. und ab dem 1. Dezember 2017 wird er bei 0,85% Zinsen p.a. liegen. Die Bank ist in den vergangenen Monaten dafür bekannt geworden, dass der Zinssatz immer wieder angepasst wird – nach oben, sowie nach unten.

Bei der Opel Bank werden die Zinsen derzeit deutlich gesenkt. Sie hat zudem seit dem November einen neuen Eigentümer und verringert zum 29. November 2017 ihren Tagesgeldzinssatz von 0,35% Zinsen p.a. auf 0,20% Zinsen p.a.

Auch MoneYou, lange Zeit einer der Top Anbieter beim Tagesgeldkonto, senkte seinen Zinsen zum 23. November 2017 deutlich. Der Zinssatz wurde von 0,50 auf 0,45% Zinsen p.a. gesenkt.

Welche Banken bieten derzeit attraktive Tagesgeldzinsen?

Bestandskunden erhalten derzeit bei MeineBank einen Zinssatz in Höhe von 0,60% Zinsen p.a. gutgeschrieben, jedoch maximal bis zu einer Summe in Höhe von 10.000 Euro. Bei der Renault Direkt Bank erhalten Neukunden nach wie vor 0,70% Zinsen p.a. für 3 Monate angeboten. Im Anschluss sinkt der Zinssatz auf 0,50% Zinsen p.a. was ebenfalls noch sehr attraktiv ist. Die Bank zahlt den Zinssatz auf eine maximale Summe in Höhe von 100.000 Euro, was sehr attraktiv ist. Die Zinsen werden anteilig einmal im Monat auf dem Tagesgeldkonto gutgeschrieben und die maximale Einlagensicherung beläuft sich ebenfalls auf 100.000 Euro.

 
Finanznews Oktober 2017

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